Mit vielfältigen und überzeugenden Projekten haben 19 Evangelisch öffentliche Büchereien an der ersten Eliport-Jahresinitiative teilgenommen. Nun wurden die Gewinner bekanntgegeben. Auf Platz zwei landete die Evangelische öffentliche Bücherei der Lukaskirche Kaarst-Holzbüttgen (Kirchenkreis Gladbach-Neuss).
Unter dem Motto „Türöffner – Evangelische Büchereien für Vielfalt, Toleranz und Gemeinschaft“ hat das Evangelische Literaturportal (Eliport) Büchereien in ganz Deutschland dabei unterstützt, neue Zielgruppen anzusprechen, Kooperationen aufzubauen und Begegnungsräume zu schaffen. Die Jury gab am 24. Oktober 2026, dem Tag der Bibliotheken, die Gewinner bekannt. Den mit 1000 Euro dotierten Hauptpreis erhält die Evangelische öffentliche Bücherei Meerholz-Hailer. Jeweils 500 Euro gehen an die Evangelische öffentliche Bücherei Kaarst-Holzbüttgen und die Gemeindebücherei Bethel. Eliport ist der Verband für Büchereiarbeit und Leseförderung in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Verband engagiert sich seit 1952 für das Lesen. Das Ziel: gute Bücher zu gesellschaftlich relevanten Themen sichtbar machen und Menschen damit erreichen. Starke Partner bei dieser Arbeit sind die rund 650 evangelisch öffentlichen Büchereien deutschlandweit
Inklusionsansatz der Bücherei Kaarst überzeugt
Mit einer großen Anzahl und Vielfalt von Projekten und guten Vernetzungen sowie einer gelungenen Verbindung von bibliothekarischen und kirchlichen Angeboten konnte die Evangelische Öffentliche Bücherei Kaarst-Holzbüttgen die Jury überzeugen. „Besonders hervorzuheben ist der klare und konsequente Inklusionsansatz“, heißt es in der Begründung für den zweiten Preis. Dazu tragen unter anderem die Kooperationen mit dem örtlichen LEA-Leseklub und einem Hospiz bei. Auch Aktionstage, etwa der Tag der Inklusion, werden demnach gezielt genutzt, um Aufmerksamkeit zu schaffen und Begegnungen zu ermöglichen. Beeindruckend ist laut Jurybegründung zudem die große Vielfalt der Projekte und die gelungene Verbindung von bibliothekarischen und kirchlichen Angeboten. Besonders schön sei dabei die Zusammenlegung von Bücherei und Spieleclub, die auf überzeugende Weise gelungen ist und neue Möglichkeiten für Begegnung und Gemeinschaft geschaffen habe. Insgesamt zeigt die Bewerbung laut der Jury eindrucksvoll, wie eine Bücherei durch Kooperation, Inklusion und vielfältige Begegnungsangebote zu einem offenen Ort für die ganze Gemeinschaft wird.
Eliport-Jahresinitiative rückt evangelische Büchereien in Fokus
Ziel der Eliport-Jahresinitiative war es, die Arbeit Evangelischer öffentlicher Büchereien, insbesondere im ländlichen Raum, sichtbarer zu machen und ihre Weiterentwicklung zu unterstützen. „In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit ist und Leseförderung mehr denn je Engagement braucht, zeigen Evangelische öffentliche Büchereien, wie aus Bildung und Begegnung ein lebendiges Miteinander entstehen kann“, so Wiebke Mandalka, Geschäftsführerin des Evangelischen Literaturportals. Als offene und kostenfrei zugängliche Orte ermöglichen Büchereien Begegnung, fördern Lesekompetenz und schaffen Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenswelten miteinander ins Gespräch kommen. „Evangelische öffentliche Büchereien leisten Außergewöhnliches für unser gesellschaftliches Miteinander.“