Regelungen in vier Bundesländern

Eine Landeskirche, vier Bundesländer: Wo staatlicher und landeskirchlicher Föderalismus aufeinandertreffen, wird es mitunter etwas unübersichtlich. Die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland passieren nicht im Gleichklang.

Für die großen Bereiche unserer Arbeit sortieren wir nachfolgend nach Bundesländern, was je aktuell wo gilt – und wir aktualisieren so zügig wie möglich. Jenseits dessen, was jetzt regional wieder erlaubt ist, gilt nach wie vor unsere Prämisse: Nicht alles, was erlaubt ist, muss auch gemacht werden. So ist beispielsweise der solidarische Schutz von Risikogruppen ein gewichtiger Punkt bei den Entscheidungen der jeweils zuständigen Gremien auf allen Ebenen der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Für Nordrhein-Westfalen haben wir uns mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche auf eine Novellierung der Empfehlungen für ein Schutzkonzept für die Gestaltung von Gottesdiensten und Trauerfeiern der drei Landeskirchen in NRW auf der Grundlage des EKD-Eckpunktepapiers zur Corona-Schutzverordnung verständigt. Sie finden die entsprechenden Punkte unter „Bestattungen“ und „Gottesdienste“.

Nordrhein-Westfalen

Bestattungen

Beerdigungen sind zulässig.
Außer zwischen nahen Angehörigen muss der Mindestabstand von1,5 Metern eingehalten werden.
Die Einhaltung des Mindestabstands ist auch entbehrlich in festen Gruppen, die höchstens zwei Hausständen angehören und insgesamt die Zahl zehn nicht überschreiten.
Bei Trauerfeiern in geschlossenen Räumen und bei einer Teilnehmendenzahl von mehr als 25 im Freien ist eine Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske) zu tragen. Das gilt unabhängig von der Einhaltung des Mindestabstands. Die Alltagsmaske darf vorübergehend abgelegt werden bei Vortragstätigkeit oder Redebeiträgen mit Mindestabstand zu anderen Personen, zur Kommunikation mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen und zur Einnahme von Speisen und Getränken.
In geschlossenen Räumen ist für die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Gelegenheiten zum Händewaschen bzw. Desinfizieren zu sorgen.
Alle Kontaktflächen und Sanitärbereiche sind regelmäßig infektionschutzgerecht zu reinigen und es ist für eine gute Durchlüftung zu sorgen.
Die einfache Rückverfolgbarkeit (Name, Adresse und Telefonnummer sowie bei wechselnden Teilnehmenden Zeitpunkt von Ankunft und Weggang) ist zu gewährleisten, auch von nahen Angehörigenzwischen von denen kein Mindestabstand eingehalten wird.
Bei Teilnahme von mehr als 100 Personen wird ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorausgesetzt.

Freizeiten

Freizeiten sind bis zum 30. November 2020 nicht durchführbar.
Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sowie Reisebusreisen oder sonstige Gruppenreisen in Bussen sind bis dahin untersagt.
Untersagt bis zum 30. November 2020 sind insbesondere auch Tagesausflüge, Ferienfreizeiten, Stadtranderholungen und Ferienreisen für Kinder und Jugendliche.

Gruppen und Kreise

Versammlungen von nicht rechtlich vorgesehenen Gruppen und Kreisen sind, außer den Angeboten der Jugendhilfe, bis zum 30. November 2020 nicht zulässig. Auch Proben von Bläsergruppen und Chören dürfen nicht stattfinden.

Angebote der Jugendhilfe

Darunter fallen sowohl offene wie verbandliche Angebote der Kinder- und Jugendarbeit. Diese sind weiterhin zulässig. Dabei beträgt die zulässige Gruppengröße höchstens 10 Personen. Mitarbeitende sind in diese Gruppengrößen einzuschließen. In der aktuellen CoronaSchVO ist nicht mehr von Bezugsgruppen die Rede. Gleichwohl dürfte es zulässig sein, dass sich mehrere Gruppen in einer Einrichtung der Jugendhilfe aufhalten – z. B. im Offenen Treff und in der zeitgleich stattfindenden Kinder- und Teenagergruppe. Wichtig ist dabei, dass sich diese Gruppen nicht begegnen, da ansonsten die maximal zulässige Gruppengröße überschritten würde.

Unschädlich ist selbstverständlich auch der gleichzeitige Aufenthalt weiterer Personen in derselben Einrichtung (z. B. im Büro), sofern diese Personen keinen Kontakt zur Gruppe haben.

  • Die Einhaltung des Mindestabstands innerhalb der Gruppe der Jugendarbeit ist grundsätzlich erforderlich. Ausnahmen gelten an fest zugeteilten Sitzplätzen, wenn die Raumgröße eine andere Anordnung nicht zulässt.
  • Alltagsmasken müssen aber getragen werden, vgl. § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5. Ausnahmen gelten für Referierende, § 3 Abs. 4 Nr. 1. Zulässig ist ein temporäres Ablegen der Maske, soweit erforderlich, vgl. § 3 Abs. 6.
  • Es sind die in § 4 Abs. 1 genannten  (und uns bereits bekannten) Hygieneanforderungen In geschlossenen Räumen ist eine dauerhafte oder mindestens regelmäßige Durchlüftung mit kurzen Lüftungsintervallen sicherzustellen, § 4 Abs. 2.

Zu den Angeboten der Jugendhilfe zählen alle damit verbundenen Aktivitäten – egal ob draußen, im Haus oder auch der Transport mit Fahrzeugen.

Gottesdienste

„Der Schutz des Nächsten ist eine dem Glauben an den dreieinigen Gott innewohnende Forderung; insofern werden im Folgenden Selbstverpflichtungen der evangelischen Kirchen formuliert, die nicht allein den virologischen Einsichten Folge leisten, sondern auch den eigenen ethischen Einsichten zum Schutz der Nächsten (EKD-Eckpunktepapier vom 24.4.2020).“ Ziel aller im Folgenden beschriebenen Schutzmaßnahmen ist es, Infektionsrisiken zu minimieren, damit Gottesdienste nicht zu Infektionsherden werden.

  1. Es gelten die jeweiligen Bestimmungen der aktuellen Coronaschutzverordnung NRW . Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 tragen die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eine Mund-Nase-Bedeckung auch am Sitzplatz. Ausgenommen davon sind alle an der Liturgie des Gottesdienstes Beteiligten (Pfarrerinnen/Pfarrer, Prädikantinnen/Prädikanten, und Lektorinnen/Lektoren sowie Musikerinnen/Musiker und Chor- und Solosängerinnen bzw. -sänger).
  2. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 wird die Teilnehmerzahl der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher weiter begrenzt. Neben der Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit mit Sitzplan (§ 4a Abs.1 Satz 2,3 CoronaSchVO) in geschlossenen Räumen ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zwingend einzuhalten. Ausgenommen sind Familien oder Gruppen aus höchstens zwei Hausständen. Emporen können unter Wahrung des Mindestabstands und entsprechendem Abstand zum Geländer besetzt werden.
    Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 wird die maximale Teilnehmerzahl der Gottesdienstbesucher in Kirchen auf 250 Personen festgelegt.
  3. Rückverfolgbarkeit bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen: Es wird dringend empfohlen, gemäß § 4a alle Sitzplätze  zu nummerieren (Reihen- und Platznummern). In einem Sitzplan sollten die Positionen der Plätze festgehalten werden. Am Eingang erhalten alle Teilnehmenden eine Karteikarte, in die sie am Platz die notwendigen persönlichen Informationen sowie ihre Platznummer notieren. Diese Platzkarten werden am Ausgang gesammelt und gebündelt mit den Angaben zu Datum, Uhrzeit und Predigtstätte archiviert. Aus ihnen lässt sich bei Bedarf schnell die Sitzordnung des Gottesdienstes bzw. der Veranstaltung rekonstruieren. Die Platzkarten werden nach vier Wochen datenschutzkonform vernichtet.
  4. Der Gemeindegesang in Kirchen wird ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 deutlich reduziert, ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 wird auf Gemeindegesang verzichtet. Bei Freiluftgottesdiensten kann unter Einhaltung der erforderlichen Abstandsregeln (mindestens zwei Meter zu anderen Personen) gesungen werden.
    Der Chorgesang bleibt nach den Vorgaben der Anlage „Hygiene- und Infektionsstandards“ zur nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung (CoronaSchVO) in der Fassung vom 17. Oktober 2020 erlaubt. Für Sängerinnen/Sänger und Musikerinnen/Musiker ist eine versetzte Sitzordnung zu empfehlen.
    Chorproben, die unter den Maßgaben der CoronaSchVO NRW gezielt für den Einsatz des Chores in Gottesdiensten stattfinden, sind erlaubt.
  5. Taufen: Die Unterschreitung des Mindestabstandes und die Taufhandlung durch die Pfarrerin/den Pfarrer ist nach vorheriger Absprache mit der Tauffamilie möglich.
  6. Es wird dringend empfohlen, das Abendmahl nur unter Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßgaben in Form der Wandelkommunion unter Verzicht auf den Kelch oder im Kreis mit Einzelkelchen zu feiern. Ein weiterhin vorübergehender Verzicht auf Abendmahlsfeiern ist derzeit theologisch nach wie vor voll zu rechtfertigen.
  7. Bei Trauerfeiern und Bestattungen gelten zusätzliche besondere Regelungen wie oben unter „Bestattungen“ beschrieben. Wir empfehlen, im Vorfeld der Bestattung/Trauerfeier auf die mögliche Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Trauergottesdiensten hinzuweisen.
  8. Die Selbstverpflichtungen der Kirchengemeinden/Kirchenkreise im Blick auf eventuell weitere Lockerungen und/oder Verschärfungen werden weiterhin regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst.

Wir empfehlen, die jeweils aktuellen Schutzkonzepte für Gottesdienste den Gesundheitsämtern/Ordnungsämtern zur Information zuzuleiten. Wir bitten, bei allen gottesdienstlichen Handlungen das Wohl und den Gesundheitsschutz aller Beteiligten als maßgebend zu betrachten.

Da Besuche in stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen unter Hygiene- und Infektionsschutzvorkehrungen wieder möglich sind, ist dort auch seelsorgliche Begleitung wieder möglich.

 

Kirchenmusik

Konzerte sind bis 30. November 2020 unzulässig. Musikfeste und ähnliche Veranstaltungen sind bis zum 31. Dezember 2020 untersagt.
Chorgesang in Gottesdiensten und gezielt darauf stattfindende Chorproben sind unter Einhaltung der Choronaschutzregeln erlaubt.

Konfirmandenarbeit

Unbeschadet einer rechtlichen Zulässigkeit nach den aktuellen Coronaschutzregelungen wird den Kirchengemeinden von einer präsenten Durchführung der Konfirmandenarbeit bis zum 30. November 2020 dringend abgeraten.
Die Arbeit soll möglichst auf digitalem Wege durchgeführt werden.

Gremien

Sitzungen von Presbyterien, Kreissynodalvorständen, Kreissynoden und anderen rechtlich vorgesehenen Gremien dürfen mit bis zu zwanzig Personen stattfinden, wenn sie nicht als Telefon- oder Videokonferenz durchgeführt werden können.
Mit mehr als zwanzig, aber höchstens 250 Personen in geschlossenen Räumen beziehungsweise 500 Personen im Freien dürfen, nach Zulassung durch die zuständigen Behörden, im Monat November 2020 Sitzungen nur stattfinden, wenn sie aus triftigem Grund in dieser Zeit als Präsenzveranstaltungen und mit dieser Personenzahl durchgeführt werden müssen.
Grundsätzlich ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.
Er darf unterschritten werden in festen Gruppen von höchstens zehn Personen, die höchstens zwei Hausständen angehören, wenn dies zur Begleitung unterstützungswürdiger Personen erforderlich ist oder wenn durch geeignete Schutzmaßnahmen Tröpfcheninfektionen vollständig verhindert werden. (bauliche Abtrennung, Glas, Plexiglas oder ähnliches). Der Mindestabstand darf außerdem unterschritten werden, wenn die Raumgröße seine Einhaltung durch eine andere Anordnung der Sitzplätze nicht zulässt und feste Sitzplätze zugeteilt werden.
Wenn auf den Mindestabstand zulässigerweise verzichtet wird, ist die besondere Rückverfolgbarkeit  (Erstellung eines Sitzplans) zu gewährleisten.
Unabhängig von der Einhaltung des Mindestabstands ist in geschlossenen Räumen, im Freien bei mehr als 25 Teilnehmenden, eine Alltagsmaske zu tragen.
Vorübergehend darf die Alltagsmaske wie schon oben unter „Bestattungen“ beschrieben abgelegt werden.
Ebenso muss wie unter „Bestattungen“ beschrieben für geeignete Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen gesorgt sein und die einfache Rückverfolgbarkeit ist zu gewährleisten.

Schulen

Für den Bereich Schulen beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Schulbetrieb

Hygiene

Corona-Schutzverordnung Nordrhein-Westfalen und entsprechende Anlagen

 

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist eine neue Rechtsverordnung auf der Basis der Beschlüsse vom 28. Oktober beschlossen worden, die inzwischen auf der Corona-Sonderseite der Landesregierung veröffentlicht ist und ab 2. November gilt.

Darüber hinaus hat das Land einen Corona Warn- und Aktionsplan erarbeitet. Mit diesem soll zielgerichtet mit lokalen Maßnahmen auf steigende Infektionszahlen reagiert werden. Der Plan sieht dabei drei Warnstufen vor: gelb, orange und rot.

Warnstufe gelb gilt, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert etwa 20 neue Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern beträgt. Orange wird bei etwa 35 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ausgerufen, rot bei überschreiten der 50er-Marke. Die genauen Maßnahmen-Empfehlungen für betroffene Regionen stehen hier .

Wichtig ist es bei der Planung und Durchführung kirchlicher Aktivitäten stets die aktuell gültigen Inzidenzzahlen zu berücksichtigen und im Zweifel beim örtlichen Gesundheitsamt nachzufragen, welche Regelungen gelten.

Bestattungen

Eine konkrete Vorgabe mit Blick auf die Personenzahl gibt es nicht. Trauergottesdienste in Kirchen sind erlaubt, müssen aber nach den Richtlinien für Gottesdienste (EKD-Eckpunktepapier) vorbereitet und durchgeführt werden. Auch nach der ab 2. November gültigen 12. rheinland-pfälzischen Corona-Verordnung dürfen an Trauerfeiern teilnehmen: die Ehegattin oder der Ehegatte, die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner, die Verlobte oder der Verlobte der Verstorbenen oder des Verstorbenen, dazu Personen, die mit der Verstorbenen oder dem Verstorbenen im ersten oder zweiten Grad verwandt sind, sowie deren Ehegattinnen oder Ehegatten oder Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner, außerdem  Personen eines weiteren Hausstands. Es dürfen auch weitere Personen teilnehmen, wenn sichergestellt ist, dass die Platzmindestanforderung von zehn Quadratmetern pro Person eingehalten wird. Es gilt eine generelle Maskenpflicht, auch im Außenbereich.

Freizeiten

Jugendfreizeiten sind entsprechend der 12. Corona-Bekämpfungsverordnung bis zum 30. November nicht möglich.

Empfehlungen für die Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in Rheinland-Pfalz im Umgang mit SARS-CoV-2 (Corona-Virus)

Hygienekonzept Jugendarbeit RLP

Hygienekonzept Jugendfreizeiten RLP

FAQ zu Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in RLP

Gruppen und Kreise

In § 2 der Zwölften Corona- Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz sind die zulässigen Versammlungen, Veranstaltungen und Ansammlungen von Personen abschließend aufgezählt.
Kirchliche Gruppen und Kreise gehören nicht dazu. Zulässig sind aber – wie im Folgenden näher erläutert wird – Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sowie Treffen der Gremien.

Nach § 3 sind neben Gottesdiensten auch Versammlungen der Religions- oder Glaubensgemeinschaften unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen (Abstand, Maskenpflicht, Hygiene usw.) erlaubt, allerdings nur, wenn sie für die Selbstorganisation oder Rechtssetzung erforderlich sind. Das heißt, dass die kirchlichen verfassungsgemäßen Gremien – Presbyterium, Kreissynodalvorstände und Synoden – tagen dürfen, nicht aber die anderen Gruppen und Kreise.

Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sind aber unter Beachtung des entsprechenden Hygienekonzepts für Einrichtungen und Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit zulässig nach § 14, Abs. 5. Hier wird auf die Internetseite www.corona.rlp.de besonders hingewiesen.

Gottesdienste

Gottesdienste sind auch ab dem 2. November weiter möglich. Voraussetzung ist die Beachtung der Schutzmaßnahmen, insbesondere des Abstandsgebots von 1,5 Metern, mit Ausnahme von Personen, die in einem Haushalt leben. Sofern wegen der Art der Betätigung mit einem verstärkten
Aerosolausstoß zu rechnen ist (beispielsweise bei Gemeinde- oder Chorgesang), sollen
diese Aktivitäten nach Möglichkeit im Freien stattfinden. Gemeindegesang ist ohne Mund-Nasen-Bedeckung in Innenräumen möglich, wenn der Abstand zwischen den Personen in alle Richtungen drei Meter beträgt. Im Freien beträgt der Mindestabstand 1,5 Meter seitlich und zwei Meter in Singrichtung. Dabei gilt es das Hygienekonzept für den Bereich Musik zu beachten. Das Musizieren kleiner Ensembles bis maximal acht Musizierenden ist unter Beachtung dieser Regelungen in Gottesdiensten ebenfalls möglich.

Die Gemeinden müssen sicherstellen, dass Infektionsketten für die Dauer eines Monats rasch und vollständig nachvollzogen werden können. Die Gemeinden sind zur Zusammenarbeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt hinsichtlich der Kontaktnachverfolgung im Falle von Infektionen verpflichtet.

Die Teilnehmenden müssen – außer bei Freiluftgottesdiensten – einen Mund-Nasen-Schutz tragen, bis sie auf ihrem Platz sind. Ausgenommen sind dabei Geistliche sowie Lektorinnen und Lektoren, Vorbeterinnen und Vorbeter, Kantorinnen und Kantoren, Vorsängerinnen und Vorsänger unter Einhaltung weiterer Sicherheitsmaßnahmen, beispielsweise Wahrung eines größeren Abstands zwischen den Personen, Einhausungen oder durchsichtige Abtrennungen.

Die Ausgabe von Gesangbüchern ist auf Grundlage der Empfehlungen für die Wiedereröffnung von Bibliotheken (Stand: 23.04.2020) des dbv möglich. Zwischen der Rücknahme und der Wiederherausgabe von Medien müssen 72 Stunden liegen.

Bei Taufgottesdiensten und bei Trauungen ist beim eigentlichen liturgischen Akt der Taufe bzw. der Trauung ein Mundschutz zu tragen. Auch die Taufeltern und Patinnen sowie Paten bzw. das Brautpaar sollten in diesem Moment einen Mundschutz tragen.

Kirchenmusik

Musikalischer Proben- und Auftrittsbetrieb der Breiten- und Laienkultur ist bis Ende November untersagt.

Übersicht über die Rechtsgrundlagen zum Musizieren

Hygienekonzept für die professionelle Musik, die Amateurmusik und den außerschulischen Musikunterricht in Rheinland-Pfalz

Konfirmandenarbeit

Unbeschadet einer rechtlichen Zulässigkeit nach den aktuellen Coronaschutzregelungen wird den Kirchengemeinden von einer präsenten Durchführung der Konfirmandenarbeit bis zum 30. November 2020 dringend abgeraten.
Die Arbeit soll möglichst auf digitalem Wege durchgeführt werden.

Gremien

Die Regelungen für Gruppen und Kreise gelten analog.

Schulen

Für den Bereich Schulen beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Schulbetrieb

Hygiene

Zwölfte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz

Hygienekonzept für Einrichtungen und Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit

 

Saarland

Im Saarland ist am 30. Oktober eine Anpassung der Rechtsverordnung auf der Basis der Beschlüsse vom 28. Oktober beschlossen worden, die inzwischen auf der Corona-Sonderseite der Landesregierung veröffentlicht ist und ab 2. November gilt.

Der Aufenthalt mehrerer Personen im öffentlichen Raum ist auf die Angehörigen des eigenen Haushalts sowie Angehörige eines weiteren Haushaltes oder des familiären Bezugskreises begrenzt, maximal jedoch auf zehn Personen. Ansammlungen mit mehr als zehn Personen sind verboten. Im privaten Raum wird der Aufenthalt begrenzt auf den Kreis der Angehörigen des eigenen Haushaltes sowie darüber hinaus Angehörige eines weiteren Haushaltes oder des familiären Bezugskreises von bis zu fünf Personen.

Veranstaltungen mit bis zu zehn Personen können stattfinden, sind aber der Ortspolizeibehörde zu melden. Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit einer höheren Personenzahl sind nur dann zulässig, wenn für deren Durchführung ein dringendes und unabweisbares rechtliches oder tatsächliches Bedürfnis besteht. Dabei sind weitere Hygienemaßnahmen notwendig. Veranstaltungen, zu denen mehr als 1000 Besucher erwartet werden, sind bis zum Jahresende verboten.

Bestattungen

Für Bestattungen gelten auch ab 2. November die gleichen Grundsätze wie bei den allgemeinen Kontaktbeschränkungen im Saarland: Bis zu zehn Personen sind erlaubt. Darüber hinaus können Ausnahmegenehmigungen von der Ortspolizeibehörde erteilet werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Im Bedarfsfall sollte dazu mit der örtlichen Verwaltung Kontakt aufgenommen werden. Immer aber gilt: Unter den an einer Bestattung teilnehmenden Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, eine Kontaktnachverfolgung muss gewährleistet werden und die Personenanzahl ist auf eine Person pro zehn Quadratmetern zu beschränken. Für Trauerfeiern gelten dieselben Regeln wie für Gottesdienste. Dabei muss nun auch am fest zugewiesenen Sitzplatz eine Maske getragen werden.

Freizeiten

Da Beherbergungsbetriebe ab 2. November geschlossen sind, sind Freizeiten mit Übernachtungsangeboten nicht möglich.  Weitere Hinweise gibt es auf dem Jugendserver-saar .

Gruppen und Kreise

Im Saarland sind Ansammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Aber Veranstaltungen, zu denen nicht mehr als zehn Personen zu erwarten sind, können stattfinden. Sie sind der Ortspolizeibehörde zu melden und es muss die vollständige Nachverfolgbarkeit gewährleistet sein. Gruppen und Kreise, zu denen nicht mehr als zehn Personen zu erwarten sind, dürfen also stattfinden. Außer zwischen Angehörigen des familiären Bezugskreises und den Angehörigen eines weiteren bestimmbaren Haushalts ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zu wahren. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen, auch an festen Plätzen, eine Mund-Nasen-bedeckung tragen.

Gottesdienste

Gottesdienste und gemeinsame Gebete sind unter freiem Himmel und in Kirchen sowie in sonstigen Räumlichkeiten zulässig, wenn die aus Infektionsschutzgründen gebotene Begrenzung der Teilnehmerzahl, die Abstandsregeln sowie die besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen (EKD-Eckpunktepapier) gewährleistet sind. Dazu zählen vor allem die Einhaltung des Abstandsgebots von 1,5 Metern und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes unter freiem Himmel und in Innenräumen während des Gottesdienstes und somit auch am Sitzplatz. Die Begrenzung von einer Person pro zehn Quadratmetern gilt hingegen für Gottesdienste nicht. Das teilten das Ministerium sowie die Clearingstelle des Saarlandes auf Nachfrage mit.

Die Gewährleistung einer Kontaktnachverfolgung ist bei Gottesdiensten – anders als bei Bestattungen – nicht mehr notwendig. Das hat die Landesregierung durch eine Änderung des „Gesetzes zur Kontaktnachverfolgung im Rahmen der Corona-Pandemie“ am 11. November 2020 beschlossen. Allerdings ist das Gesetz noch nicht in Kraft getreten (Stand: 17. November, 9:56 Uhr), weshalb bis dahin noch eine Kontaktverfolgung gewährleistet werden muss. Das Gesetz ist hier einzusehen.

Das Auftreten kleiner Instrumentalgruppen, Blasmusikensembles oder von Chören bis maximal zehn Musizierenden ist unter Beachtung der Hygieneregelungen  in Gottesdiensten möglich. Gemeindegesang ist grundsätzlich mit Maske möglich, die Evangelische Kirche im Rheinland empfiehlt jedoch, darauf im Moment zu verzichten. Alle Details dazu bietet die Übersicht über die Rechtsgrundlagen zum Musizieren.

Kirchenmusik

Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen (also auch Konzerte), sind untersagt. Ein Probebetrieb ist derzeit ebenfalls nicht gestattet.

Hygienerahmenkonzept für Proben und Veranstaltungen

Übersicht über die Rechtsgrundlagen zum Musizieren

Konfirmandenarbeit

Unbeschadet einer rechtlichen Zulässigkeit nach den aktuellen Coronaschutzregelungen wird den Kirchengemeinden von einer präsenten Durchführung der Konfirmandenarbeit bis zum 30. November 2020 dringend abgeraten.
Die Arbeit soll möglichst auf digitalem Wege durchgeführt werden.

Gremien

Das Selbstbestimmungsrecht von Körperschaften des öffentlichen Rechts bleibt unberührt. Deshalb können sich verfassungsgemäße Gremien wie Presbyterien, Kreissynodalvorstände und Synoden auch mit mehr als zehn Personen treffen. Es muss aber der Mindestabstand eingehalten werden und es ist die Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten. Außerdem sind weitere veranstaltungsspezifische Hygienemaßnahmen umzusetzen.

Schulen

Für den Bereich Schulen beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Schulbetrieb

Hygiene

Corona-Schutzverordnung Saarland

 

Hessen

Öffentliche Veranstaltungen finden ab 2. November nur noch bei besonderem öffentlichen Interesse statt. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.

Private Veranstaltungen außerhalb der eigenen Wohnung sind ab 2. November untersagt.

Zusammenkünfte und Feiern innerhalb der eigenen Wohnung sind nur einem engen privaten Kreis gestattet.

Es sind die jeweils örtlich geltenden Vorschriften zu beachten!

Bestattungen

Trauergottesdienste sind wie alle übrigen Gottesdienste unter den Bedingungen des EKD-Eckpunktepapiers weiter möglich. Während des Gottesdienstes muss für Belüftung gesorgt werden, ebenfalls nach dem Gottesdienst (mindestens 30 Minuten). Außerdem muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden können, sofern keine Trennvorrichtungen vorhanden sind. Es dürfen keine Gegenstände zwischen Personen, die nicht zu einem Hausstand gehören, entgegengenommen und weitergereicht werden. Die Daten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen erfasst werden, um die Nachverfolgung von Infektionen zu ermöglichen. Am Grab gelten die örtlichen Bestimmungen der Kommunen. Nach derzeitigem Stand muss auch während des Trauergottesdienstes eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Geistliche sind, sofern der notwendige Mindestabstand eingehalten wird, für die Dauer der Zeremonie von der Maskenpflicht befreit.

Freizeiten

Freizeiten sind derzeit nicht möglich.

Gruppen und Kreise

Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind nach § 1, Abs. 1 der hessischen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung zwischen Personen aus höchstens zwei Hausständen und mit einer Höchstzahl von zehn zulässig.
Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften sind nur zur gemeinschaftlichen Religionsausübung, das heißt zu Gottesdiensten gestattet, wie unter „Gottesdienste“ beschrieben.
Gemeindliche Gruppen und Kreise können also bis einschließlich 30. November 2020 nicht zusammenkommen.

Gottesdienste

Präsenzgottesdienste aus allen Anlässen sind wie alle Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften, Bestattungen und Trauerfeierlichkeiten zulässig, wenn von Besucherinnen und Besuchern auch während des Gottesdienstes eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird und wenn

  1. der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind,
  2. keine Gegenstände zwischen Personen, die nicht einem gemeinsamen Hausstand angehören, entgegengenommen und anschließend weitergereicht werden,
  3. Name, Anschrift und Telefonnummer der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur möglichen Nachverfolgung von Infektionen von der Veranstalterin oder dem Veranstalter erfasst werden; diese müssen die Daten für die Dauer eines Monats ab Beginn der Zusammenkunft, Trauerfeierlichkeit oder Bestattung geschützt vor Dritten für die Behörden aufbewahren und ihnen bei bestätigter Infektion mindestens einer Teilnehmerin oder eines Teilnehmers zur Verfügung stellen sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist löschen oder vernichten,
  4. geeignete Hygienekonzepte entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen getroffen und umgesetzt werden und
  5. Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen gut sichtbar angebracht sind.

Geistliche sind, sofern der notwendige Mindestabstand eingehalten wird, für die Dauer der Zeremonie von der Maskenpflicht befreit.

Es wird dringend empfohlen, auf Chorgesang und anderes gemeinsames Singen zu verzichten.

Das Landeskirchenamt empfiehlt zudem die Beachtung der Punkte 1 bis 8 unter „Gottesdienste“ in Nordrhein-Westfalen.

Kirchenmusik

Es wird dringend empfohlen, im Gottesdienst auf Chorgesang und anderes gemeinsames Singen zu verzichten. Zusammenkünfte sind im Grundsatz nur bei besonderem öffentlichen Interesse und mit Genehmigung der zuständigen Behörden möglich. Nach den aktuellen Auslegungshinweisen zählen Chorproben und Aufführungen nicht dazu. Für Berufsmusikerinnen und Berufsmusiker sowie die Besucher von Musikakademien gelten gesonderte Regelungen für den Probenbetrieb entsprechend der Handlungshilfe der Verwaltungsberufsgenossenschaft für die Branche Bühnen und Studios.

Übersicht über die Rechtsgrundlagen zum Musizieren

Konfirmandenarbeit

Unbeschadet einer rechtlichen Zulässigkeit nach den aktuellen Coronaschutzregelungen wird den Kirchengemeinden von einer präsenten Durchführung der Konfirmandenarbeit bis zum 30. November 2020 dringend abgeraten.
Die Arbeit soll möglichst auf digitalem Wege durchgeführt werden.“

Gremien

Zusammenkünfte von Personen, die aus  dienstlichen Gründen unmittelbar zusammenarbeiten müssen, sowie Sitzungen körperschaftlicher Kollegialorgane sind von den Beschränkungen und Verboten zu Zusammenkünften nicht betroffen. Dienstbesprechungen und Presbyteriumssitzungen können also grundsätzlich weiterhin in Präsenzform stattfinden.

Für den Bereich Schulen beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Schulbetrieb

Hygiene

Corona-Schutzverordnung Hessen

 

Stand: 24. November 2020, 11:19 Uhr