Pressemitteilung

Ökumenischer Kirchentag: Angebote in der rheinischen Kirche

  • 28.4.2021
  • Ralf Thomas Müller
  • ÖKT

Dieses Mal ist alles anders: Eine Großveranstaltung wie sonst in einer großen Stadt kann der Kirchentag nicht feiern. Der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) vom 13. bis 16. Mai in Frankfurt erfordert in Corona-Zeiten besonders viel Kreativität. Der Kirchentag findet vor allem online statt – und auch aus dem Rheinland kommen Angebote, die digital und regional sind.

Der Landesausschuss Rheinland für den Kirchentag erlebte vor allem viel Unsicherheit in der Planung für den ÖKT. „Inzwischen sind Präsenzveranstaltungen weitgehend abgesagt“, erklärt der Ausschussvorsitzende, Pfarrer Volker Meiling aus Stommeln. Der Geschäftsführer des Landesausschusses, Olaf Tegtmeier, sah Gemeinden, die immer wieder neu planen mussten. Doch inzwischen haben sich Ideen zu Veranstaltungen entwickelt, mit denen der Kirchentag digital und dezentral gefeiert werden kann.

Ökumenischer Kirchentag in Wesel von Himmelfahrt bis Pfingsten

Thomas Bergfeld, Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel, berichtet von einem eigenen Ökumenischen Kirchentag von Himmelfahrt bis Pfingsten in der niederrheinischen Stadt. „Wir werben auf Litfaßsäulen. Da haben wir so geplant, dass auch etwas stattfinden kann“, so Bergfeld. Wenn ein Gottesdienst nicht als Open-Air-Veranstaltung gefeiert werden kann, wird er online gestaltet. Zum Programm gehören in Wesel unter dem Motto „schaut mal hin“ zum Beispiel Fahrradrouten zu lokal bekannten Orten wie der Kläranlage, einem Denkmal und dem Rhein, ein Podiumsgespräch zum Klimawandel und ein Bibliolog.

Hessischer Abend zum Ökumenischen Kirchentag in Mülheim an der Ruhr

Ein durchgängig digitales Programm stellt der Mülheimer Pfarrer Dietrich Sonnenberger für den Kirchenkreis an der Ruhr für alle Tage des Kirchentages in Aussicht. Dazu gehört am Himmelfahrtstag ein hessischer Abend mit „Äbbelwoi un Grie Sooß“ (Apfelwein und Grüne Soße) und hessischem Kabarett in digitaler Gemeinschaft. „Digital Übernachten“ heißt es für kirchentagserprobte Jugendliche von Samstag auf Sonntag.

„Zum Eröffnungs- und Abschlussgottesdienst sowie drei zentralen Veranstaltungen des Kirchentages am Samstag bieten wir außerdem eigene Online-Gesprächsrunden an“, so Sonnenberger. Weiter im Programm: eine tägliche Expedition „mit Gottes Augen durchs Quartier“, Kirchentagslieder in Zoom und „Abendmahl zum Abendbrot“.

Fahrradtour in Gladbach und Neuss statt Abend der Begegnung

„Der Abend der Begegnung war immer ein Highlight für alle Kirchentagsbesucherinnen und -besucher“, erklärt die Jugendreferentin im Kirchenkreis Gladbach-Neuss, Nadine Weuthen. Am Himmelfahrtstag werden stattdessen in Mönchengladbach und Neuss zum Thema „schaut hin“-Stationen an den Gemeindehäusern angeboten. Die Stationen könnten mit dem Fahrrad abgefahren werden, so Weuthen. Natürlich stehe es den Teilnehmenden auch frei, zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die Gemeindehäuser zu besuchen.

Das Jugendreferat unterstützt die Aktion unter anderem mit „Give aways“ für alle Teilnehmenden. Sie können sich dann mit bedrucktem Rucksack, Snacks und Dekoration für die Fahrräder als Gruppe erkenntlich machen. Außerdem gibt es einen digitalen Gottesdienst von Jugendlichen für Jugendliche und eine Kirchentagsübernachtung per Zoom.

Rheinisches aus Frankfurt

Unter dem Leitwort „schaut hin“ sind beim Kirchentag online rund 80 zentrale digitale Veranstaltungen zu Glaubens- und Vertrauensfragen, dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der wachsenden globalen Verantwortung zu erleben. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus dem Rheinland sind an den Online-Veranstaltungen beteiligt. Dazu gehören die Essener Theologin und Autorin Christina Brudereck und der Landespfarrer für Kindergottesdienste David Ruddat aus Wuppertal. Gemeinsam sind sie am Kirchentagssamstag in der Veranstaltung „Alles hat seine Zeit. Eine Stunde zum Zusammenleben“ zu sehen.