Coronavirus: Aktualisierte Empfehlungen (2. April 2020)

Das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland hat seine Handlungsempfehlungen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus aktualisiert und ergänzt (Informationsstand: 02. April 2020, 15.55 Uhr). Vizepräsident Dr. Johann Weusmann hat u. a. alle Gemeinden informiert.

15. Corona-Newsletter vom 2. April 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

ich komme heute erneut auf das Thema Kollekte zu sprechen. Es liegt mir sehr am Herzen, weil hier Nächstenliebe konkret wird, wie Präses Manfred Rekowski in einem Video heute deutlich gemacht hat. 50.000 bis 70.000 Euro gehen an einem gewöhnlichen Sonntag in den Gottesdiensten an Kollekten ein – Gelder, die die Projekte, für die gesammelt wird, fest eingeplant haben. Nun, da die Gottesdienste in unseren Kirchen abgesagt sind, bleiben auch die Klingelbeutel im Schrank. Mit verheerenden Folgen für die Projekte: Ihnen brechen die Finanzmittel, die sie durch die Kollekten erwarten konnten, weg. Deswegen ist die Online-Kollekte so wichtig. Mit dem digitalen Klingelbeutel ist sie ganz einfach möglich. Und sie geht zudem zu jeder Zeit. In Kooperation mit der KD-Bank haben wir jetzt auch die Möglichkeit geschaffen, per PayPal oder Kreditkarte zu zahlen. Nutzen Sie den digitalen Klingelbeutel bei Ihren Gottesdienststreamings und weisen Sie auf Ihrer Homepage auf ihn hin. Entsprechende Vorlagen finden Sie hier. Denn die Kollekte gehört zum Glauben, sagt Präses Rekowki.

 

Minister Reul bedankt sich bei der Polizeiseelsorge

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat sich bei der Polizeiseelsorge für ihren Einsatz in der Corona-Krise bedankt. Ihm sei klar, wie viel den Kolleginnen und Kollegen derzeit abverlangt werde, heißt es in einem persönlichen Schreiben an den Leitenden Landespolizeipfarrer Dietrich Bredt-Dehnen. Wörtlich schreibt Reul: „Da ist es ist gut zu hören, dass Sie und die gesamte Polizeiseelsorge denjenigen zur Seite stehen, die ein offenes Ohr oder konkrete Hilfe in diesen Tagen und Wochen benötigen.“ Die Polizeiseelsorgerinnen und Polizeiseelsorger unserer Kirche halten per Telefon, Mail und über Videokonferenzen verlässlich Kontakt zu den Polizistinnen und Polizisten. Nur in besonders kritischen Einsatzlagen sind sie gemeinsam mit den polizeilichen Kriseninterventionsteams vor Ort, um sie zu betreuen.

 

Abläufe von Kreissynodal- und Presbyteriumssitzungen

Mit der Corona-Pandemie ist die Arbeit in den Kreissynodalvorständen und den Presbyterien deutlich eingeschränkt. Das betrifft besonders die Sitzungen und die Frage, wie Entscheidungen getroffen werden können, ohne persönlich anwesend zu sein. Was alles möglich ist, zeigen die aktualisierten Hinweise zu Abläufen im Kreissynodalvorstand und im Presbyterium. Sie können hier abgerufen werden.

 

Glockenläuten zu Ostern

Die evangelischen und katholischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen rufen ihre Gemeinden auf, am Ostersonntag von 9.30 bis 9.45 Uhr die Glocken zu läuten – als öffentlich wahrnehmbarer Ausdruck der österlichen Freude über den Sieg des Lebens gerade in Zeiten der Corona-Krise. Wir laden die Presbyterien ein, diesen Aufruf in evangelischer Freiheit aufzugreifen und dabei auch im Blick zu haben, was vor Ort mit lokalen ökumenischen Initiativen verabredet werden kann.

 

Zum Schluss noch eine Anmerkung zu unserem E-Mail-Verteiler: Der Corona-Newsletter wird an alle rund 15.000 ekir.de-Mailadressen verschickt. Bei den vergangenen Rundmails sind aufgrund eines Fehlers unseres Newsletter-Dienstleisters rund 350 Mails nicht zugestellt worden. Wir bitten dafür um Entschuldigung. Dieser Fehler ist nun behoben, so dass jetzt alle Adressatinnen und Adressaten erreicht werden sollten. Alle Corona-Newsletter können Sie auch hier nachlesen.

 

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich

Ihr

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

 

Stand: 2. April 2020, 15.55 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.

 


14. Corona-Newsletter vom 31. März 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

die Seelsorgerinnen und Seelsorger der rheinischen Kirche sind auch in diesen Zeiten verlässlich für die Menschen da. Die von den staatlichen Behörden getroffenen Regelungen, die die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen sollen, sind zwar auch für die Kirche einzuhalten, aber den seelsorglichen Dienst können Ratsuchende jederzeit in Anspruch nehmen. Besonders auch im Krankenhaus. Dazu hat das Kollegium des Landeskirchenamts in seiner heutigen Sitzungen Grundsätze verabschiedet.

Grundsätze für die Krankenhausseelsorge in Zeiten der Corona-Pandemie

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie hält die Evangelische Kirche im Rheinland ihr seelsorgliches Angebot in den Krankenhäusern aufrecht. Krankenhausseelsorge ist für Patientinnen, Patienten, Angehörige und Mitarbeitende des Krankenhauses grundsätzlich erreichbar. Das geschieht vorrangig telefonisch, per Mail oder per Videokonferenz. Bei einer Sterbebegleitung, Nottaufe oder einer besonderen Notsituation sind Patientenbesuche in enger Absprache mit dem medizinischen Personal möglich. Die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen sind dabei strikt einzuhalten. Die gesamten Grundsätze sind hier nachzulesen.

Kirchenbücher

Das Kollegium hat in seiner heutigen Sitzung ebenfalls die Frist für den Abschluss der Kirchenbücher verlängert. Eigentlich müssen sie bis zum 31. März eines jeden Jahres abgeschlossen werden, aufgrund der Corona-Pandemie ist die Frist in diesem Jahr bis zum 31. Juli verlängert worden. Gegebenenfalls muss die Aussetzung der Frist nochmals verlängert werden, falls die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus auch im Juni/Juli noch anhalten.

Probepredigten/Probekatechesen

Die Tatsache, dass derzeit keine regulären Gottesdienste stattfinden können, wirkt sich auch auf die Vorbereitung einer Pfarrwahl aus, etwa für den Probegottesdienst und die Probekatechese. In manchen Gemeinden gibt es die Möglichkeit, bestehende Aufträge zu verlängern und die Bewerbungen zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden zu lassen. Für Kirchengemeinden, in denen dies nicht möglich ist, sind Möglichkeiten für eine Probepredigt und Probekatechese entwickelt worden. Presbyterien, die eine Pfarrstelle neu besetzen möchten, werden gebeten, sich wegen der Verfahrensfragen an die Personalabteilung im Landeskirchenamt zu wenden. Ansprechpartnerin ist Landeskirchenrätin Iris Döring, iris.doering@ekir.de

Aktion „Lösungsraum“ für gute Ideen

An vielen Stellen wird aufgrund der Corona-Pandemie in der Kirche derzeit Neues erprobt. Das Team des Zentrums Gemeinde und Kirchenentwicklung bietet mit einem virtuellen Lösungsraum dabei konkrete Unterstützung an: täglich von Montag bis Freitag von 17 bis 18 Uhr per Videokonferenz. Mehr erfahren Sie hier.

Online-Kollekte für Online-Gottesdienst

Viele Gemeinden feiern ihre Gottesdienste derzeit per Streaming im Internet. Und da zu jedem Gottesdienst auch die Kollekte gehört, bietet sich der digitale Klingelbeutel an. In Kooperation mit der KD-Bank haben wir dabei jetzt auch die Möglichkeit geschaffen, per PayPal zu zahlen.

Erreichbarkeit

Das Landeskirchenamt ist in normalen Zeiten auf vielfache Weise zu erreichen. Derzeit führt allerdings verlässlich einzig die E-Mail zu den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im Landeskirchenamt. Benutzen Sie daher bitte bis auf Weiteres diesen Weg, wenn Sie Kontakt aufnehmen möchten.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich

Ihr

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

 

Stand: 31. März 2020, 16.30 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.

 


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 30. März 2020 (16.30 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

wir gehen auf Karfreitag und Ostern zu – eigentlich eine Gottesdienst-Hoch-Zeit. Aber angesichts der Corona-Pandemie können in diesem Jahr keine Präsenz-Gottesdienste in den Dorf- und Stadtkirchen gefeiert werden.Daher werden viele Gottesdienste im Internet übertragen. Das ist für viele Menschen, die über den Zugang zur digitalen Welt verfügen, wichtig und gut. Und die Erfahrungen der zurückliegenden Wochen zeigen, dass wir auch das digitale Angebot immer besser machen. Aber Gottesdienst geht auch in diesen Zeiten analog für alle, die nicht internetaffin sind: zum Beispiel mit Ostern@Home.

 

Zeitungsbeilage und Liturgie Ostern@Home

Ostern@Home ist eine Liturgie, mit der Menschen – allein oder mit ihrer Familie – an Karfreitag und Ostersonntag Gottesdienst zu Hause feiern können. Diese Liturgie ist in unserer Zeitungsbeilage „Ostern 2020“ abgedruckt, die ich Ihnen bereits in der vergangenen Woche angekündigt habe. Die vierseitige Beilage enthält auch einen Essay, der für die Leserinnen und Leser eine Brücke von Karfreitag zu Ostern schlägt. Das Produkt wird an Gründonnerstag, 9. April 2020, den wichtigsten regionalen Tageszeitungen im rheinischen Kirchengebiet. Die Beilage erscheint in einer Auflage von 1,4 Millionen Exemplaren.

Gemeinden können alle Teile der Beilage für eigene Zwecke verwenden. So kann z. B. die Liturgie Ostern@Home in DIN-A4-Größe ausgedruckt und an Gemeindeglieder verteilt oder verschickt werden. Die entsprechenden Dateien finden Sie hier. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: pressestelle@ekir.de.

 

Fachleute beraten am Telefon

Die Liste der evangelischen Beratungsstellen für Familien-, Ehe-, Erziehungs- und Lebensberatung, die nun auch telefonische Beratungen anbieten, wird fortlaufend aktualisiert. Inzwischen sind schon wieder weitere Stellen hinzugekommen. Sie können die Liste hier aufrufen.

Homeoffice und Kinder

Homeoffice  und Kinder unter einen Hut zu bekommen, das kann eine ziemliche Herausforderung für alle Beteiligten sein. Diplom-Psychologe und Familientherapeut Volker Rohse, Leiter der Evangelischen Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen im Kirchenkreis An der Ruhr, hat zehn Tipps, wie Familien diese schwierige Zeit gut überstehen können.

Beim Blick in die Herrnhuter Losungen heute Morgen bin ich am Lehrtext aus dem Johannesevangelium hängengeblieben: „Jesus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Wer sich an Jesus Christus, dem Sohn Gottes, festmacht, der hat sicheren Boden unter den Füßen, auch wenn die Welt spürbar ins Wanken gerät. Diesen Zuspruch lasse ich mir gerne gesagt sein. Er tut (nicht nur) mir gut am Beginn einer neuen Arbeitswoche unter herausfordernden Rahmenbedingungen.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich

Ihr
Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

Stand: 30. März 2020, 16.30 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.

 


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 26. März 2020 (17.30 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

neben unserer fortlaufend aktualisierten Informations- und Austauschseite www.ekir.de/corona hat jetzt auch die Evangelische Jugend im Rheinland ein Angebot im Internet geschaffen, um Ideen auszutauschen, Kontakte herzustellen und für die Jugendarbeit spezifische Informationen bereitzustellen. Das Angebot der Evangelischen Jugend im Rheinland finden Sie hier.

Gottesdienste im Internet übertragen

Immer mehr Gemeinden finden mit ihren Gottesdiensten den Weg via Internet zu den Menschen. Alle digital verbreiteten Gottesdienste, die von Ihnen in unseren ekir.de-Terminkalender eingetragen werden, erscheinen in der entsprechenden Terminübersicht. In einem Video-Tutorial „Streaming für Einsteiger“ hat der Arbeitsbereich Kommunikation wichtige Tipps zusammengestellt.

#Balkonsingen

An vielen Stellen in unserer Kirche gibt es schöne gemeinschaftsstiftende Aktionen. Dennoch möchte ich Sie gerne auf das #Balkonsingen aufmerksam machen: Täglich um 19 Uhr lädt die Evangelische Kirche in Deutschland alle Menschen ein, gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren – jeder und jede auf dem Balkon oder im Garten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

Stand: 26 März 2020, 17.30 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 25. März 2020 (14.30 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

Verkündigung, Seelsorge, Diakonie und Bildung sind Kernbereiche kirchlichen Dienstes, die in den zurückliegenden Tagen und Wochen auf allen Ebenen unserer Kirche mit großem Einsatz an die Herausforderung des Infektionsschutzes und die reduzierten Begegnungsmöglichkeiten angepasst wurden. Auch die Leitungsgremien brauchen in dieser Situation verlässliche Regeln, nach denen sie arbeiten können.

Für die Einführung der neugewählten Presbyterien sind die neugeschaffenen Wege bereits umgesetzt worden. Um die Arbeitsfähigkeit vor Ort gewährleisten zu können, schaffen wir derzeit Zug um Zug pragmatische und rechtlich belastbare Regeln und Wege.

Presbyteriumssitzungen als Videokonferenzen

Presbyteriumssitzungen können als Videokonferenzen abgehalten werden. Die Landessynode hat im Januar eine Änderung des Verfahrensgesetzes beschlossen, die im Einzelfall eine Teilnahme von Mitgliedern an einer Presbyteriumssitzung per Videokonferenz erlaubt. In Anbetracht der Tatsache, dass das Presbyterium ohne Präsenzmöglichkeiten arbeits- und beschlussunfähig sein könnte, halten wir im Moment das Abhalten von ganzen Sitzungen im Wege der Videokonferenz für zulässig. Eine technische Möglichkeit dazu bietet Meetme auf dem Portal der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Wichtig ist insbesondere, dass diejenigen, die zu einer Videokonferenz einladen, den Namen für die Sitzung so formulieren, dass sich Außenstehende nicht versehentlich zuschalten können und dass sie ein Passwort für die Sitzung vergeben. Bitte beachten Sie dazu unbedingt die aktualisierten Hinweise unter „Ämterbesetzung durch die neugewählten Presbyterien“! Eine Beschlussfassung auf dem Wege der Telefonkonferenz erlaubt das Verfahrensgesetz hingegen nicht.

Am Portal angemeldete Nutzerinnen und Nutzer finden Tipps und Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um Meetme in der Hilfe unter https://dialog.ekir.de/c/meetme.

Gestaltung anstehender Pfarrwahlen

Für Gemeinden, die derzeit in einem Pfarrwahlverfahren stehen, hat das Kollegium des Landeskirchenamts vorübergehende Regelungen geschaffen, durch die die Wahl einer neuen Pfarrerin/eines neuen Pfarrers trotz der aktuellen Aussetzung der üblichen Präsenz-Gottesdienste ohne Verzögerung stattfinden kann. Die Regelungen, die hier heruntergeladen werden können, sehen mehrere Varianten vor. Dabei ist die „Variante 1“ maßgeblich. Die nachfolgenden Varianten kommen nur dann infrage, wenn die jeweils vorhergehende in der Gemeinde/dem Kirchenkreis partout nicht möglich sein sollte.

Liturgie OSTERN@HOME

Gestern habe ich Ihnen unsere Zeitungsbeilage zu Karfreitag und Ostern angekündigt. Die darin enthaltene Liturgie OSTERN@HOME, mit der ein Gottesdienst zuhause gefeiert werden kann, stellen wir Ihnen für die eigene Verwendung und Verteilung baldmöglichst elektronisch zur Verfügung.

Kollekten sind online möglich

Durch den Ausfall der (sonntäglichen) Gottesdienste fallen auch Kollekten in erheblichem Umfang aus. Wir bieten einen Weg, auch jenseits des herumgereichten Klingelbeutels für den jeweiligen Zweck des Sonntags zu spenden. Mehr zum digitalen Klingelbeutel Sie hier. Beachten Sie bitte auch die entsprechende Projektseite. Hier haben wir in Kooperation mit der KD-Bank dafür gesorgt, dass man nun auch per PayPal zahlen kann. Den Gemeinden, die ihre Sonntagsgottesdienste streamen, empfehlen wir die Verlinkung im Stream zu dieser Möglichkeit.

Ganz spannend finde ich eine Initiative der Auferstehungskirchengemeinde in Duisburg Süd. Die Gemeinde übernimmt bis auf weiteres an den Sonntagen die jeweilige Kollekte mit 200 Euro und bittet dafür um Unterstützung durch Spenden per Überweisung. Das ist eine tolle, pfiffige Idee.

Hinweise auch in Russisch, Arabisch und Farsi

Die Johanniter haben Hinweise zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen zusammengestellt, darunter auch in Russisch, Arabisch, Dari und Farsi. Sie finden die Dateien zum Download in der Linkliste am unteren Ende unserer fortlaufend aktualisierten Informationsseite www.ekir.de/corona.

Zum guten Schluss verlinke ich Ihnen hier noch ein heute veröffentlichtes Video von Präses Manfred Rekowski. Darin macht er sich nach gut einer Woche Homeoffice sehr persönliche Gedanken zur aktuellen Situation. Und er mahnt an: Der Dienst am Menschen, den wir derzeit so eindrücklich als systemrelevant erleben, muss angemessen honoriert werden. Eine Diskussion, die spätestens nach der Corona-Krise geführt werden muss.

Für heute grüße ich Sie herzlich!

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

Stand: 25 März 2020, 14.30 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 24. März 2020 (16.00 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

die Meisenheimer Pfarrerin Corinna Clasen zieht seit gestern jeden Abend um 19 Uhr mit Akkordeon und Mikrofonanlage durch Straßen ihrer Gemeinde und lädt zur Abendandacht ein. In den täglich wechselnden Straßen wirft sie morgens Liedblätter in die Briefkästen und feiert, singt und betet am Abend mit den Menschen am Fenster. Das ist nur ein wunderbares Beispiel dafür, wie unsere Kirche – digital und analog – mit der frohen Botschaft zu den Menschen kommt.

Es macht mich dankbar zu erleben, was alles geht, wo doch in diesen Pandemie-Zeiten vieles aufgrund des notwendigen Infektionsschutzes nicht geht. Besonders bedrückend ist die Situation mit Blick auf Bestattungen/Trauerfeiern. In den vier Bundesländern, über die sich die Evangelische Kirche im Rheinland erstreckt, gibt es diesbezüglich nach wie vor keine einheitlichen Regelungen. In Nordrhein-Westfalen gibt es auch unter den Kommunen und Kreisen unterschiedliche Maßgaben. Ziel des Kontaktverbotes ist es, Infektionsmöglichkeiten zu minimieren. Deshalb bleiben wir bei unserer restriktiven Empfehlung.

Zeitungsbeilage zu Karfreitag und Ostern

In der Karwoche und zum Osterfest wird es zusätzlich zu den Radio- und Fernsehgottesdiensten zahlreiche Gottesdienste in unserer Kirche geben, die die Gemeinden via Internet mitfeiern können. Als Landeskirche schaffen wir aber auch ein analoges Angebot für nicht internetaffine Menschen: Eine vierseitige Osterbeilage wird in der Karwoche den wesentlichen regionalen Tageszeitungen in unserem Kirchengebiet beiliegen. Zu deren Kern gehört eine Liturgie, mit der man daheim – alleine oder mit der Familie – an Karfreitag und Ostern Gottesdienst (mit)feiern kann. Die Auflage: 1,7 Millionen Exemplare. Aufgrund der aktuell eingeschränkten logistischen Möglichkeiten kann es diesmal – anders als bei der Weihnachtsbeilage 2018 – leider keine Exemplare zur Verteilung in den Gemeinden geben.

Hilfe und Beratung per Telefon

Der Bedarf an Seelsorge, Hilfe und Beratung ist groß, und er wird noch wachsen. Zahlreiche Beratungsstellen im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland bieten jetzt auch telefonische Beratung während ihrer Sprechzeiten an. Vereinzelt gib es auch Beratung via E-Mail. Eine Liste der auf Telefonberatung eingerichteten Stellen finden Sie hier. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. Außerdem finden Sie auf unserer Seite folgende Texte und Hinweise zum Thema Seelsorge: Begleitung in der Krise, Seelsorge in Zeiten von Corona per Telefon, Corona als Herausforderung für Spiritual Care und Ausnahmeregelungen für Seelsorgerinnen und Seelsorger.

Wer läutet wann?

Unsere Glocken rufen zu Gebet und Gottesdienst. Durch das Geläut zu den örtlich vertrauten Zeiten erleben gerade jetzt viele Menschen, wie verbindend und stärkend es ist, gemeinsame Gelegenheit zum Gebet zu haben. Überlegen Sie doch vor Ort, ob es für Sie infrage kommt, sich einer wachsenden ökumenischen Initiative anzuschließen und täglich um 19.30 Uhr mit dem Glocken(gleich)klang vom evangelischen und katholischen Kirchturm die Menschen zum Gebet aufzurufen und zu stärken.

Konfirmandenarbeit in der Ideenbörse

Unsere Ideenbörse auf der Internetseite www.ekir.de/corona haben wir um die Rubrik „Konfirmandenarbeit“ ergänzt, weil es auch hier breiten Bedarf zum Austausch gibt.

Dienstvereinbarung Kurzarbeit“

In unseren Hinweisen zu arbeitsrechtlichen Fragen haben wir in der vergangenen Woche auch Informationen zum Thema Kurzarbeit bereitgestellt. Jetzt gibt es auch das Muster einer „Dienstvereinbarung Kurzarbeit“ zum Download.

Weiterer Regelungsbedarf

Mit Blick auf die Arbeit der neuen Presbyterien und die bevorstehenden Kreissynoden gibt es noch weiteren Regelungsbedarf. An entsprechenden Hinweisen arbeiten wir derzeit. Für Gemeinden, die aktuell in einem Pfarrwahlverfahren stehen, gibt es einen Verfahrensvorschlag. Über diesen werde ich Sie morgen informieren.

Bleiben Sie behütet!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

Stand: 24. März 2020, 16 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 20. März 2020 (16.30 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

Bayern hat heute bereits Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Die saarländische Landesregierung hat Entsprechendes angekündigt. Es ist zu erwarten, dass weitere Bundesländer mit solchen verschärften Maßnahmen zum Infektionsschutz folgen. In dieser Situation, die für viele Menschen eine zusätzliche Belastung bedeutet, ist es wichtig, dass Seelsorgerinnen und Seelsorger weiter ihrem Dienst an den Menschen nachgehen können.

Dazu haben wir heute am späten Vormittag an alle Superintendenturen ein Muster für Bescheinigungen, die die Not-Wendigkeit des seelsorglichen Dienstes bestätigen, gemailt. Die Superintendenturen sollen diese im Namen des Kirchenkreises ausfertigen und den Pfarrpersonen aushändigen. Auch für Prädikantinnen und Prädikanten, die Beerdigungen übernehmen, kann es solche Bescheinigungen geben.

Einfach zum Nachmachen

Unter den vielen wunderbaren Ideen, wie wir in diesen schwierigen Zeiten mit der frohen Botschaft nah bei den Menschen bleiben können, ist mir heute in unserer „Ideenbörse Kirchenmusik“ ein Einfall von Kirchenmusikerin Andrea Coch begegnet, der mich besonders berührt hat. Sie schreibt: „Es ist ganz einfach gewesen: Ich habe mit den Leiterinnen der beiden örtlichen Seniorenheime telefoniert und einen täglichen Termin für ein Fenster- und Balkonsingen morgens um 10.30 Uhr und 11 Uhr vereinbart. Seit Dienstag läuft diese Aktion, die den Bewohnerinnen und Bewohnern, dem Pflegepersonal und auch mir sehr viel Freude bereitet. Ich stehe auf dem Parkplatz vor dem Haus, die Fenster sind geöffnet, manche stehen singend am Fenster, manche lauschen, einige winken. Wir singen eine Viertelstunde lang Frühlings- und Kirchenlieder.“ Wenn auch Sie Ideen teilen wollen oder suchen, nutzen Sie die Ideenbörse!

Gottesdienste online

Viele Gemeinden feiern nun ihre Gottesdienste online. Wir auch: Auf www.ekir.de können Menschen ab diesem Sonntag, 22. März 2020, an jedem Sonntag einen Gottesdienst aus einer Gemeinde der Evangelischen Kirche im Rheinland mitfeiern. Sie sind dabei mit all denjenigen verbunden, die ebenfalls vor dem Bildschirm, Handy oder Tablet sitzen. Den Anfang macht am jetzigen Sonntag ein Videostream aus Wesseling bei Köln. Dieser beginnt um 11 Uhr live auf www.ekir.de. Bereits ab 10.45 Uhr wird der Stream online sein, so dass man über die Kommentarfunktion Gebete posten kann. Nach dem Gottesdienst steht Pfarrer Rüdiger Penczek noch im Chat für Gespräche bereit.

Wie die neuen Presbyterien ihre Ämter besetzen …

… und notwendige Beschlüsse fassen können, haben wir in einem Merkblatt kompakt zusammengestellt. Diese Information finden Sie hier.

Arbeitsrechtliche Hinweise ergänzt

Das Merkblatt zu arbeitsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Corona ist heute um den Aspekt der Kurzarbeit ergänzt worden. Sie können es hier herunterladen.

Ein Überblick über diese Woche

Jeden Freitag verschickt der Arbeitsbereich Kommunikation einen Newsletter mit einem Überblick über die Themen der zurückliegenden Woche. In dieser Woche ist diese Zusammenstellung naturgemäß vom Umgang mit der Corona-Pandemie geprägt. Sie können den heutigen Newsletter hier nachlesen, oder Sie bestellen ihn hier und bekommen ihn künftig jeden Freitag.

 

Liebe Geschwister,

es war eine überaus herausfordernde, mitunter hektische und auch hoch anstrengende Woche. Vieles ist gelungen, manches bleibt bruchstückhaft und vieles ist noch zu tun. Das mühsame Geschäft dieser Tage soll dabei nicht den Blick darauf verstellen, was von uns jetzt besonders gefordert ist, nämlich das ermutigende, stärkende und tröstende Wort Gottes in unsere aufgeschreckte Welt weiterzusagen. Dazu wünsche ich Ihnen Kraft und Geistesgegenwart.

„Gott begleitet Sie auch durch diese Tage.“ Das sagt Präses Manfred Rekowski in einer Videobotschaft, die er heute ins Internet gestellt hat. Dies lasse ich mir auch gesagt sein. Vor allem aber wünsche ich Ihnen und uns, dass auch wir am Wochenende durchatmen und uns von Gottes Wort und seiner schöpferischen Geistkraft stärken lassen können.

Gott befohlen!

Dr. Johann
Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

Stand: 20. März 2020, 16.30 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.

 


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 19. März 2020 (16.00 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

wenn ich in diesen Tagen und Wochen der Angst und Aufregung einen Vers aus der Bibel besonders oft gehört oder gelesen habe, dann ist es dieser aus dem 2. Timotheusbrief: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Manche können ihn vielleicht schon nicht mehr hören. Aber ich lasse mich immer wieder gerne durch dieses Bibelwort daran erinnern, dass im Glauben an Gott, den Vater Jesu Christi, meine Kraft liegt. Ich verlasse mich auf die Zusage Gottes, dass er mich und Sie trägt und stützt, wo Sorgen uns bedrücken. Ich vertraue darauf, dass sein Geist uns gerade jetzt hilft zu unterscheiden, was notwendig ist und was nicht.

 

Hilfe für Menschen in Ausnahmesituationen

Die jetzige Zeit ist für alle eine Ausnahmesituation. In ihrem Dienst arbeitet die Notfallseelsorge täglich mit Menschen, die unverhofft in Ausnahmesituationen geraten. Aus dieser Erfahrung hat sie eine Hilfestellung zur Begleitung von Menschen in der gegenwärtigen Situation zusammengestellt. Autorin und Autor sind die Leiterin der Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bianca van der Heyden, und Diplom-Pädagoge Professor Dr. Harald Karutz. Gedacht ist die Hilfestellung für Pfarrerinnen und Pfarrer, kirchliche Mitarbeitende und Presbyteriumsmitglieder. Sie finden die Überlegungen hier.

 

Ideen zu Seelsorge, Sammlung von Gebeten …

„Seelsorge“ ist nur eine Kategorie der Ideenbörse, die wir auf unserer fortlaufend aktualisierten Informationsseite eingerichtet haben. Dort finden Sie auch die Rubriken „Gebete“, „Gottesdienste“, „Kirche und Kinder“, „Kirchenmusik“ und „Quartiersarbeit“. Über die Kommentarfunktion können Sie Ihre Anregungen und Aktionen eintragen und diese so mit anderen teilen. Nutzen Sie die Möglichkeit zum Austausch! Über Beispiele von Nachbarschaftshilfe in Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland berichten wird hier.

 

Rechtliche Hinweise und Rückfragen zu speziellen Fällen

Unsere Hinweise zum Umgang mit verschiedensten rechtlichen Fragestellungen, die sich aus der Pandemie ergeben haben, finden Sie fortlaufend aktualisiert unter www.ekir.de/corona. Rückfragen zu Ihren besonderen Fallgestaltungen vor Ort richten Sie bitte in erster Linie an Ihr zuständiges Verwaltungsamt.

 

Landeskirchenamt: Veränderter Dienstbetrieb

In den vergangenen zwei Wochen haben wir zahlreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen, um uns den Herausforderungen zu stellen, die mit dem Coronavirus für die Arbeit im Landeskirchenamt verbunden sind. Dazu gehört auch, dass inzwischen zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Homeoffice arbeiten: Personen, die zu einer Risikogruppe gehören; Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern müssen, nachdem Schulen und Kitas geschlossen wurden, und Personen, die ohnehin bereits aus anderen Gründen eine Berechtigung haben aus dem Homeoffice zu arbeiten. Auf diese Weise hat sich die Zahl der Mitarbeitenden im Haus drastisch reduziert. Parallel haben wir Vorkehrungen getroffen, dass der Geschäftsbetrieb weitgehend von zu Hause aus erledigt werden kann. Dies ist nun zu einem Abschluss gekommen, so dass wir unser Haus mit Ablauf des morgigen Freitags bis auf Weiteres schließen werden. Damit wollen wir einen weiteren Beitrag leisten, damit die Verbreitung des Virus eingedämmt wird.

Nach wie vor stehen die Mitarbeitenden des Landeskirchenamtes aus ihren Homeoffices heraus zur Verfügung und sind grundsätzlich am sinnvollsten und schnellsten per E-Mail zu erreichen. (Telefonische Anfragen können aus technischen Gründen nur zeitverzögert abgearbeitet werden.) Den  Geschäftsverteilungsplan des Landeskirchenamts und die entsprechenden E-Mail-Adressen Ihrer Ansprechpartnerinnen und -partner können Sie hier herunterladen. Das Organigramm finden Sie hier.

 

Kraft, Liebe und Besonnenheit – ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, dass auch Sie sich in dieser herausfordernden und sorgenvollen Zeit von Gott begleitet und behütet wissen, der uns diese Geistesgaben schenkt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

 

Stand: 19. März 2020, 16 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 18. März 2020 (17.30 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

alles ist anders in Corona-Zeiten. Der Satz stimmt – und er stimmt auch wieder nicht: Möglichkeiten und Formen unserer Arbeit in Verkündigung, Seelsorge, Diakonie und Bildung sind durch die behördlichen Restriktionen deutlich verändert. Unser Auftrag aber ist kein anderer als zu allen Zeiten: Wir sollen das Evangelium zu den Menschen bringen. Wir sollen die Menschen zum Glauben einladen. Wir sollen sie die Menschenfreundlichkeit Gottes spüren lassen.

Ideenbörse eingerichtet

Es ist faszinierend zu sehen, mit wie viel Energie und Kreativität all das angesichts sich schnell ändernder Rahmenbedingungen in unserer Kirche geschieht. Dabei haben viele Mitarbeitende jede Menge gute Ideen, wie zum Beispiel die telefonische Vermittlung zu einer Seelsorgerin, einem Seelsorger aus der Nachbarschaft. Von Ihren Ideen können andere Gemeinden und Einrichtungen profitieren, und deren Einfälle können wiederum Sie nutzen. Deshalb haben wir auf der Internetseite www.ekir.de/corona eine Ideenbörse eingerichtet, die jede und jeder befüllen kann.

Kollekten sind online möglich

Obwohl alle Gottesdienste vor Ort ausfallen, kann dennoch gespendet werden: über den Internet-Klingelbeutel. Die Abwicklung läuft über das Spendenportal der KD-Bank auf dem bald auch als zusätzliche Zahlungsmethode Paypal angeboten wird. Spenderinnen und Spender erhalten auf Wunsch für jede Spende eine Zuwendungsbestätigung, die einkommensteuermindernd eingesetzt werden kann. Die Kollekten werden jeweils für bestimmte Projekte verwendet, die in der Broschüre „Empfehlungen für die Kirchenkollekten im Jahr 2020“ aufgeführt sind. Die Broschüre gibt es hier zum Download. Für diejenigen Sonn- und Feiertage, an denen Wahlkollekten bzw. Presbyteriumskollekten vorgesehen sind, werden in Kürze alternative Spendenzwecke ergänzt.

Informationen und Nachrichten in Gebärdensprache und Leichter Sprache

Gehörlose und hörgeschädigte Menschen brauchen Informationen in Gebärdensprache. Entsprechende Links finden Sie hier.
Informationen zum Coronavirus gibt es auch in Leichter Sprache.

Einführungsmöglichkeiten für neugewählte Presbyterinnen und Presbyter

Wir haben rechtliche Möglichkeiten geschaffen, dass die neugewählten Presbyterinnen und Presbyter auch ohne obligatorischen Gottesdienst eingeführt werden können. Darüber habe ich Sie gestern informiert. Den dazu notwendigen Beschluss müssen die Kreissynodalvorstände fassen. Sie finden die Vorlage hier zum Nachlesen.

Fortlaufende Aktualisierungen

Die Informationsseite www.ekir.de/corona wird nach Bedarf und Sachlage ergänzt. Die dort hinterlegten Hinweise zum Beispiel zu arbeitsrechtlichen Regelungen und Vertragsfragen werden, wenn nötig, aktualisiert. Die Seite selbst ist jetzt neugestaltet und sortiert worden, damit Informationen noch leichter zu finden sind.

Ihre Fragen und Anregungen nehmen wir immer gerne auf.

Ihnen allen auch auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön für den großen Einsatz, den Sie auf allen Ebenen unserer Kirche leisten, damit wir um Gottes und der Menschen willen unseren Auftrag erfüllen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

Stand: 18. März 2020, 17.30 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 17. März 2020 (17.30 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

wir erleben derzeit eine extreme Ausnahmesituation, die allen viel abverlangt. Der Staat versucht mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dabei unterstützen wir ihn nach Kräften, auch wenn das mitunter Maßnahmen von uns fordert, die für unsere Kirche nur schwer auszuhalten sind. So zum Beispiel, dass wir derzeit keine Gottesdienste gemeinsam in Kirchen feiern können. Das trifft mitten ins protestantische Herz.

Aber jetzt geht es um Grundlegendes. Es geht um Fürsorge, Lebensschutz und Solidarität – Werte, für die nicht zuletzt der christliche Glaube steht.

Nach Beratung mit den Superintendentinnen und Superintendenten der Evangelischen Kirche im Rheinland empfiehlt das Landeskirchenamt in diesem Sinne:

Offene Kirchen

Wir wissen um den Wert von offenen Kirchen, die Menschen gerade in Krisenzeiten zu Einkehr und Gebet aufsuchen können. Aber angesichts von Ausgangssperren und Einlassbeschränkungen zu Geschäften, wie es sie anderenorts bereits gibt, scheint es uns sinnvoll, Kirchengebäude für den Publikumsverkehr zu schließen,  um Infektionsmöglichkeiten weiter zu minimieren. Dies empfehlen wir den Kirchengemeinden ausdrücklich. Wo solche Schließungen bereits von den Gesundheitsbehörden bereits verfügt wurden, sind diese strikt zu achten.

Trauerfeiern/Bestattungen

Für Trauerfeiern/Bestattungen gibt es regional offenkundig noch recht unterschiedliche Einschränkungen. Wir empfehlen, dass in Friedhofskapellen und Trauerhallen keine Trauerfeiern mehr abgehalten werden. Stattdessen soll es ohne einen vorherigen Trauerzug am offenen Grab die Zeremonie geben, an der maximal zehn Personen teilnehmen dürfen. Gibt es vor Ort restriktivere Regelungen, sind diese strikt zu beachten. Es ist eine gute Idee, mit allen, die jetzt nicht an Bestattungen teilnehmen können, später im Jahr noch einmal einen Gottesdienst zu feiern – etwa so, wie wir am Ewigkeitssonntag an Verstorbene erinnern.

Konfirmationen, Trauungen und Taufen

Die EKD-Gliedkirchen sind übereingekommen, die Konfirmationen zu verschieben. Schon in der vergangenen Woche haben wir den Presbyterien empfohlen, dass sie nach Ausweichterminen nach den Sommerferien suchen. So schaffen wir für die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Familien relative Planungssicherheit. Von der Aussetzung der Gottesdienste sind auch Trauungen und Taufen betroffen. Sie müssen verschoben werden.

Einführung der neugewählten Presbyterinnen und Presbyter

Nach Beratung mit den Superintendentinnen und Superintendenten hat das Kollegium des Landeskirchenamtes heute Vormittag einen Auslegungsbeschluss gefasst, auf dessen Grundlage die notwendige Einführung der neugewählten Presbyterinnen und Presbyter, die am 22. bzw. 29. März in den obligatorischen Gottesdiensten hätte stattfinden sollen, vollzogen werden kann. Die dafür zuständigen Kreissynodalvorstände werden jetzt jeweils diese Beschlüsse fassen und die Gemeinden über das Verfahren informieren. Zudem werden wir rechtssichere Regelungen schaffen, um die Ämter der Presbyterien besetzen zu können. Auch über rechtliche Lösungen z. B. für anstehende Pfarrwahlen, die derzeit nicht mit einem vorgeschriebenen Gottesdienst stattfinden können, beraten wir in diesen Tagen.

Liebe Geschwister,

in allen Mühen und Sorgen dieser Tage erleben wir zugleich auch, wie fantasievoll, mutig und fröhlich Gemeinden in der gesamten Evangelischen Kirche im Rheinland nun Gottesdienst in anderer Form feiern: Hausgottesdienste ganz analog mit Liturgiezetteln, Gottesdienste und Andachten digital via YouTube und Facebook. Wir haben und wir finden Formen der Gemeinschaft. Wir sind und bleiben Gemeinde. Und wir tun trotz aller Restriktionen das, was unsere Aufgabe ist: Wir tragen die gute Botschaft in die Welt, dass Gott, der Vater Jesu Christi, uns Menschen liebt und alle Tage bei uns ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

Stand: 17. März 2020, 17.30 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 16. März 2020 (16.30 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

schon am gestrigen Sonntag haben viele Gemeinden in der Evangelischen Kirche im Rheinland Ideenreichtum und Flexibilität gezeigt und dort, wo keine Gemeindegottesdienste vor Ort stattfinden konnten bzw. durften, gottesdienstliche Angebote via Internet gemacht und so den Menschen die Gelegenheit zum Mitfeiern gegeben. Vielen Dank für Ihren großen Einsatz.

Morgen früh kommen die Superintendentinnen und Superintendenten unserer Kirche per Videokonferenz zusammen, um sich nicht zuletzt vor dem Hintergrund des gerade angekündigten bundesweiten Verbots von Gottesdiensten mit uns über das weitere Vorgehen zu beraten. Dabei werden auch Fragen rund um die anstehenden Einführungen der neuen Presbyterien geklärt.

Auf der Seite www.ekir.de/corona aktualisieren wir seitens des Landeskirchenamts fortlaufend Empfehlungen, rechtliche Hinweise etc. In Kürze wird dort auch eine Ideenbörse online sein, damit Sie Ihre guten Ideen teilen können, mit denen wir auch in Zeiten eingeschränkter sozialer Kontakte nah bei den Menschen bleiben.

Seelsorge in Zeiten von Corona

In Krisenzeiten wie diesen ist die Seelsorge wichtiger denn je. Weil soziale Kontakte möglichst vermieden werden sollen, stellt sich die Frage, wie der seelische Beistand aufrechterhalten werden kann. Chancen bieten dabei vor allem das Telefon und die digitalen Medien. Wir haben eine erste Übersicht dazu ins Netz gestellt.

Gemeindegottesdienste als Online-Gottesdienste

Mit Blick auf Gottesdienste und Andachten bieten sich Online-Möglichkeiten an. Wir haben zusammengestellt, was in verschiedenen „Ausbaustufen“ möglich und sinnvoll ist. Dabei ergeben sich auch datenschutzrechtliche Fragen. In diesen schwierigen Zeiten scheint uns aber die Beantwortung der Frage, wie wir nah bei den Menschen bleiben, wichtiger als der Datenschutz zu sein. Die Zusammenstellung finden Sie hier.

Online-Kollekten

Wenn Gottesdienste ausfallen, fallen auch die Kollekten weg. Wir arbeiten aber zurzeit daran, dass Besucherinnen und Besucher der Online-Gottesdienste während oder nach dem Gottesdienst online ihre Kollekte geben können. Dazu wird ein Link zur Seite der KD-Bank eingeblendet, auf der dann die jeweiligen Kollektenzwecke zu sehen sind.

Trauerfeiern/Bestattungen

Bei anstehenden Bestattungen sollen die Trauerfeiern nur noch im allerengsten Familienkreis stattfinden – und das auch nur unter freiem Himmel. Auf jeden Fall müssen die behördlichen Vorgaben der jeweiligen Kommunen befolgt werden. Auch wenn uns der Gedanke bislang noch nicht vertraut ist: Wir überlegen, ob es sinnvoll und praktikabel ist, oben beschriebene digitale Wege zu nutzen, um andere Menschen, die nicht zum allerengsten Familienkreis gehören, an der Feier teilnehmen lassen zu können.

Arbeitsrechtliche Fragen

Die Antworten auf die wichtigsten arbeitsrechtlichen Fragen haben wir in einem entsprechenden Merkblatt zusammengestellt. Sie finden es hier.

Nach wie vor sind viele Dinge im Fluss, so dass diese E-Mail auch nur einen Ist-Stand beschreibt. Wir bleiben in Kontakt. Und am wichtigsten: Auch wenn wir nicht in einem Gebäude gemeinsam Gottesdienst feiern und regelmäßig in Gruppen und Kreisen treffen, bleiben wir Gemeinde und Gemeinschaft. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, mit den Menschen auf vielen Wegen in Kontakt zu bleiben!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

Stand: 16. März 2020, 16.30 Uhr.

Hinweis: Diese E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.

 


Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 13. März 2020 (17.30 Uhr):

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

fortlaufend verändern und verschärfen sich die staatlichen Maßnahmen auf Ebene der Länder, Kommunen und Kreise zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus. Entsprechend beraten auch wir im Landeskirchenamt fortlaufend über aktualisierte Handlungsempfehlungen.

In zwei Gliedkirchen der EKD, in einigen katholischen Bistümern und im Kirchenkreis Bielefeld wird es ab sofort keine Gottesdienste mehr geben. Präses Rekowski hat heute die Superintendentinnen und Superintendenten unserer Kirche angeschrieben: „Im Blick auf die Gottesdienste am kommenden Wochenende sind die Vorgaben der zuständigen Behörden auf Landesebene und die der Kommunen selbstverständlich strikt zu beachten. Die Vorgaben sind innerhalb des Bereiches der Evangelischen Kirche im Rheinland naturgemäß uneinheitlich. Unabhängig davon gilt grundsätzlich, dass wir als Kirche die Verantwortung für die uns anvertrauten Menschen tragen und deshalb auch das Mögliche tun sollten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Hier sind situationsgerechte Entscheidungen notwendig, die gegebenenfalls auch über die staatlichen Vorgaben hinausgehen“, so der Präses. Über das weitere Vorgehen wird mit den Superintendentinnen und Superintendenten zeitnah beraten.

 

Kindertageseinrichtungen und Schulen

Auf unserem Kirchengebiet haben bislang die Länder Nordrhein-Westfalen*, Saarland und Rheinland-Pfalz die Schließung der Kindertageseinrichtungen und Schulen ab Montag verfügt. Das hessische Kabinett tagt gegenwärtig noch. Dort ist aber auch eine entsprechende Entscheidung zu erwarten. Damit sind auch unsere Einrichtungen betroffen. Schließungsmaßnahmen werden auch viele kirchliche Beschäftigte als Eltern vor ein Betreuungsproblem stellen. Nicht nur, weil die Einrichtungen geschlossen sind, sondern auch, weil es nicht ratsam ist, zum Beispiel Großeltern, die sonst aushelfen könnten, einem Gesundheitsrisiko auszusetzen. Hier gilt es, vor Ort pragmatische Lösungen zu finden. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf das EKiR-Portal, das Möglichkeiten von Telearbeit und Videomeetings bietet.

(*Hier gelten Ausnahmen bei den Kindertageseinrichtungen, damit Eltern, die in „kritischer Infrastruktur“ (z. B. im Gesundheitswesen) arbeiten, auf Betreuungsplätze zurückgreifen können. Für Informationen zum Kita-Bereich ist das Geschäftsfeld Tageseinrichtungen für Kinder beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e. V. zuständig.)

 

Konfirmandenunterricht

Wir empfehlen den Kirchengemeinden auch, den Konfirmandenunterricht für die Dauer der Schulschließungen auszusetzen.

 

Sitzungen

Sitzungen und Besprechungen können mit dem Video-Tool „Meetme“, das in das EKiR-Portal integriert ist, sicher und leicht durchgeführt werden. Hier finden Sie die „Gebrauchsanleitung“ für Videokonferenzen mit „Meetme“.

 

Rechtliche Hinweise für die Absage von Veranstaltungen

Um den Presbyterien eine Entscheidungshilfe zu geben, haben wir rechtliche Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien bei Veranstaltungen kurz und bündig zusammengefasst. Sie finden diese hier.

 

Einführung der neuen Presbyterinnen und Presbyter

Möglicherweise werden manche der Berufenen aus Gründen ihrer persönlichen Sicherheit oder der Gesundheit der anderen in der kommenden Zeit nicht im Rahmen eines Gottesdienstes in den Dienst eingeführt werden können. Für diesen Fall heißt es in den Ausführungsbestimmungen des Presbyteriumswahlgesetzes (PWG): „Sollte wegen Krankheit oder sonstiger zwingender Abwesenheit eine gewählte Presbyterin oder ein gewählter Presbyter separat eingeführt werden müssen, so kann sie oder er an einer vor der eigenen Einführung stattfindenden Presbyteriumssitzung nur als Gast teilnehmen.“ (Ziffer 4 der Ausführungsbestimmungen zu § 27 Absatz 1 PWG). Als „sonstige zwingende Abwesenheit“ kann auch eine Absage von besonders gefährdeten Personen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus angesehen werden. Kreissynodalvorstände sollten über eine Verschiebung der Einführung gemäß § 31 Abs. 2 PWG nachdenken, wenn es so viele Absagen gibt, dass die Beschlussfähigkeit des neuen Presbyteriums aufgrund mehrheitlich vakanter Presbyterstellen gefährdet wäre.

 

Besuchsdienst und ähnliche Kontakte

Uns haben aus Gemeinden auch Anfragen zum Besuchsdienst und ähnlichen Kontakten erreicht. Der Besuchsdienst ist ein wesentlicher Teil gemeindlicher Kontaktarbeit. Meist geschieht er persönlich und gibt der Gemeinde auf diese Weise buchstäblich ein Gesicht. Auch an dieser Stelle ist in Zeiten der Corona-Pandemie allerdings Fantasie gefragt. Denn nicht selten gehören Besuchte und Besuchende – auch das ist kirchliche Wirklichkeit – zu einer der sogenannten Risikogruppen. Zum Beispiel gilt: Je älter die Menschen, die sich mit dem Virus anstecken, desto schwerer im Schnitt die Krankheitsverläufe. Brücken von Mensch zu Mensch lassen sind auch anders schlagen als durch Besuche, zum Beispiel durch ein Telefonat, bei dem man sich Zeit fürs Gespräch nimmt.

 

Präsesblog: „Leben mit der Angst“

Die täglichen Nachrichten und Informationen zur Pandemie machen vielen Menschen Angst, weil sie uns vor Augen stellen, wie verletzlich und gefährdet unser Leben ist. Präses Rekowski beschäftigt sich deshalb in seinem aktuellen Blog mit dem „Leben mit der Angst“. Seinen Blogbeitrag, zu dem auch ein Fürbittgebet gehört, können Sie hier nachlesen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

Stand: 13. März 2020, 17.30 Uhr.

Hinweis: Diese Information ist als E-Mail ist an alle ekir.de-Mailadressen verschickt worden.


 

Im Wortlaut schreibt der Leitende Jurist und Chef des Landeskirchenamts Johann Weusmann in seiner E-Mail mit Datum vom 12. März 2020 (15.00 Uhr):

„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

die Ausbreitung des Coronavirus stellt uns auf allen Ebenen der Evangelischen Kirche im Rheinland jeden Tag vor neue Herausforderungen. Dazu zählen für die Verantwortlichen im Landeskirchenamt die fortlaufende Analyse des Risikos und ein Abgleich staatlicher Infektionsschutzmaßnahmen mit unseren Handlungsempfehlungen. Die heutige Neubewertung macht aus unserer Sicht eine Aktualisierung unserer Empfehlungen nötig, die ich Ihnen nachfolgend zur Kenntnis gebe.

Hintergrund aller Empfehlungen ist die Sorge um besonders gefährdete Personen, also ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Wir orientieren uns dabei an der Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts und dem Ziel der Gesundheitsbehörden, mit den Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung des Virus soweit wie möglich zu verlangsamen. Bei unseren Empfehlungen haben wir selbstverständlich im Blick, dass es derzeit nicht angemessen erscheint, das kirchliche und gottesdienstliche Leben zum Erliegen zu bringen. Gleichzeitig wissen wir, dass es fatal wäre, sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen zu ignorieren.

Kirchengemeinden und Kirchenkreise entscheiden eigenverantwortlich. Als Trägerinnen und Träger von Gottesdiensten und Veranstaltungen haben sie dabei eine besondere Verantwortung. Dies gilt insbesondere mit Blick auf durch ihr Lebensalter oder Vorerkrankungen besonders gefährdete Menschen. Es gilt, die Übertragung des Virus soweit wie möglich einzudämmen.

Hygieneempfehlungen beachten
Beachten Sie im Alltag wie in Gottesdiensten und bei Veranstaltungen bitte die Hygieneempfehlungen des Robert-Koch-Instituts, die auch für den herkömmlichen Grippeschutz gelten: eine gründliche Hände-Hygiene, sich möglichst nicht ins Gesicht fassen, Niesen in die Armbeuge, auf direkten Körperkontakt wie Händeschütteln verzichten, Abstand halten – insbesondere von Erkrankten – und gute Belüftung der Räume. Die zehn wichtigsten Hygienetipps finden Sie auf einem Poster zum Aushängen. Das darin angeleitete gründliche Händewaschen soll 20 bis 30 Sekunden dauern. In vielen Kindergärten messen die Kinder diese Zeit, indem sie zweimal das Lied „Happy Birthday“ singen – ein Vaterunser bringt es auf dieselbe Zeit.

Verzicht auf größere Veranstaltungen
Auf unserem Kirchengebiet haben die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Saarland ein Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden verfügt. Die rheinland-pfälzische Landesregierung empfiehlt entsprechende Absagen.

Aus unserer Sicht sollten derzeit auch andere, nicht zwingend notwendige kirchliche Veranstaltungen zurückgestellt werden. Dazu zählen z. B. Chorproben, Konzerte, Tagungen/Konferenzen, Besprechungen wie auch Freizeiten und Reisen.

Im Landeskirchenamt verzichten wir nach strengen Maßstäben auf Dienstreisen. Vieles kann auch per Telefon- oder Videokonferenz geregelt werden. Die Güterabwägung zwischen dem Gesundheitsschutz und dem dienstlichen Interesse fällt in aller Regel zugunsten des Gesundheitsschutzes aus. Für die nächsten Wochen geplante Veranstaltungen in der Verantwortung der Landeskirche werden in der Regel abgesagt.

Das Landeskirchenamt ermöglicht vielen seiner Beschäftigten seit geraumer Zeit alternierende Telearbeit. Das eröffnet die Chance, für den Fall, dass der präsente Dienstbetrieb weitestgehend eingestellt wird, in weiten Teilen arbeitsfähig zu bleiben. Das EKiR-Portal bzw. die darin integrierten Fachanwendungen erlauben es im Übrigen, ggf. auch ohne dienstliches Endgerät von zuhause aus arbeiten zu können. Hinweise dazu finden Sie hier

Zurzeit entwickeln wir einen Plan, wie wir Prozesse so verändern können, dass die wichtigsten Aufgaben möglichst reibungsarm und mit möglichst geringer Präsenz erledigt werden können.

Rücksicht auf Risikogruppen
Eine Zurückstellung u. a. der zuvor genannten Veranstaltungen kommt insbesondere in Betracht,

  • wenn Menschen zusammenkommen, die einer Risikogruppe angehören,
  • wenn Menschen zusammenkommen, die für die Funktionsweise mehrerer kirchlicher Körperschaften, Behörden, Dienste, Werke und Einrichtungen relevant sind oder als Multiplikatoren in der Folge mit zahlreichen anderen Menschen in Kontakt kommen können.

Kriterien zur Überprüfung
Weitere Gesichtspunkte können sein:

  • Ist die Veranstaltung zwingend notwendig oder kann sie verschoben und nachgeholt werden? Lässt sie sich als Video- oder Telefonkonferenz durchführen?
  • Wie viele Personen nehmen an der Veranstaltung teil?
  • Kommen Personen aus Risikogebieten/verschiedenen Ländern?
  • Welche Art der Veranstaltung liegt vor? Sind besondere Interaktionsformate geplant, in deren Rahmen ein erhöhtes Infektionspotenzial besteht?
  • Lässt der Rahmen der Veranstaltung es zu, dass sinnvolle Präventionsmaßnahmen ergriffen werden (Handhygiene, Desinfektion, Raumlüftung, ausreichend Abstand zwischen den Teilnehmenden etc.)?
  • Wo findet die Veranstaltung statt? Handelt es sich um eine risikogeneigte Örtlichkeit (z. B. wenn bereits vermehrt Infektionen in der Region aufgetreten sind)?
  • Entstehen bei einer Absage Kosten? Das ist zwar kein Aspekt der Risikoeinschätzung, sollte aber – wenn möglich – geklärt sein, bevor abgesagt wird. Das Ausfallrisiko trägt der Veranstalter.

Jede/jeder Einzelne in der Pflicht
Ehrenamtlich wie beruflich Mitarbeitende sind in der Pflicht, das Coronavirus nicht weiterzutragen. Wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder mit Infizierten oder mit Personen aus einem Risikogebiet in Kontakt war, sollte Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen für zwei Wochen nicht besuchen.

Gottesdienste
Gottesdienste sollen weiterhin stattfinden. Das Landeskirchenamt empfiehlt den Kirchengemeinden, so wenig wie möglich Kontaktflächen zu bieten (d. h. Türen offenhalten, Verzicht auf den Friedensgruß und den Handschlag sowie die Austeilung von Gesangbüchern, möglichst Projektion der Lieder und Psalmen an die Wand), die Kirchenräume vor und nach dem Gottesdienst gut zu lüften und Kontaktflächen wie Türklinken etc. möglichst zu desinfizieren. Den Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern wird empfohlen, sich mit hinreichendem Abstand (mindestens ein Meter) zu anderen Gottesdienstbesuchern zu platzieren. Auch Fernseh- und Radiogottesdienste können in dieser Zeit eine Alternative sein.

Am 22. bzw. 29. März werden die neugewählten Presbyterinnen und Presbyter in Gemeindegottesdiensten in ihre Ämter eingeführt und legen ihr Gelübde ab. Auch für diese Gottesdienste sind die zuvor angegebenen Hinweise zu beachten. Wir empfehlen Ihnen, auf mögliche Empfänge etc. nach den Einführungsgottesdiensten zu verzichten.

Hinweise zu den kirchenrechtlichen Rahmenbedingungen der Einführungen finden Sie hier.

Vorerst Verzicht aufs Abendmahl
Im gottesdienstlichen Leben stellt die Feier des Abendmahls nach unserer Einschätzung die schwierigste Herausforderung beim Infektionsschutz dar. Deshalb empfehlen wir nun, zunächst in Gottesdiensten auf die Feier des Heiligen Abendmahls zu verzichten. Zu Feiern in der Karwoche, an Ostern und im Zusammenhang mit der Konfirmation wird es zu gegebener Zeit weitere Hinweise geben. Selbstverständlich bleiben Haus- und Krankenabendmahl möglich.

Konfirmationen
Wie auch andere EKD-Gliedkirchen empfehlen wir den Presbyterien dringend die Verschiebung der Konfirmationsgottesdienste auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr. Gerade anlässlich der Konfirmationen kommen viele Ältere (Großeltern), die zu den besonderen Risikogruppen gehören, in Kontakt mit den jungen Leuten, die zwar Infektionen zumeist leicht verkraften, diese aber möglicherweise übertragen. Auch eine Absage aller im Vorfeld der Konfirmationen unmittelbar anstehenden oder geplanten Fahrten mit Konfirmandinnen und Konfirmanden wie z. B. Freizeiten oder KonfiCamps wird dringend empfohlen (siehe auch „Verzicht auf größere Veranstaltungen“).

Taufen und Bestattungen
Auch bei Taufen und Bestattungen sollte der Schutz der Gemeindeglieder im Vordergrund stehen – siehe dazu die Hinweise unter „Gottesdienste“. Gerade bei Taufgottesdiensten kommt es oft zu näherem Kontakt zwischen älteren und jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dieser Umstand bedeutet eine größere Gefährdung der Risikogruppe „ältere Menschen“. Daher sollte geprüft werden, ob Taufen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können.

Dienstbetrieb
Vorbehaltlich konkreter Empfehlungen bzw. Weisungen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden sollen Kirchengemeinden, Kirchenkreise sowie Ämter, Werke und Einrichtungen ihren üblichen Dienstbetrieb unter Beachtung der notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen aufrechterhalten. Wo es sinnvoll und möglich ist, kann auch Telearbeit Entlastung bringen. Hinweise dazu finden Sie hier.

Auf Dienstreisen möglichst verzichten
Dienstreisen sollten möglichst vermieden werden. An ihrer Stelle können Video- oder Telefonkonferenzen abgehalten werden. Das gilt umso mehr für Reisen ins Ausland, z. B. zu Partnergemeinden o. ä. Hier finden Sie die zu beachtenden Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.

Seitens des Landeskirchenamts überprüfen wir unsere Empfehlungen fortlaufend. Wo immer nötig, werden wir diese aktualisieren. Darüber hinaus bitte ich Sie: Haben Sie vor Ort auch die Empfehlungen bzw. Weisungen der Unteren Gesundheitsbehörden im Blick!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland“